RUF

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Ruf Automobile GmbH (Eigenschreibweise RUF) ist ein 1938 von Alois Ruf gegründeter deutscher Automobilhersteller aus Pfaffenhausen im oberschwäbischen Landkreis Unterallgäu. Das Unternehmen hat sich auf die Veredelung von Porsche-Fahrzeugen spezialisiert und baut auf Basis von Porsche-Rohkarosserien eigene Fahrzeuge.

Im Jahre 1939 wurde das Unternehmen RUF unter dem Namen „AUTO-RUF“ von Alois Ruf senior in Pfaffenhausen im Landkreis Unterallgäu gegründet. Vorerst spezialisierte man sich auf einen Kfz-Betrieb und eine Werkstatt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam ein Tankstellenbetrieb dazu.1955 folgte ein separat geführtes Busunternehmen. In den 60er Jahren hat RUF dann die ersten Erfahrungen im Warten und Instandsetzen von Porsche-Fahrzeugen gesammelt. Seitdem werden immer die aktuellen oder etwas ältere Wagen leistungsgesteigert. Ab 1975 wurden neben Motorsport-Fahrzeugen auch straßenzugelassene Wagen präsentiert. So wurde beispielsweise aus einem Porsche 911 Turbo mit 3,0 Liter Hubraum und 191 kW ein RUF Turbo mit 3,3 Litern Hubraum und 223 kW. Auch für den Saugmotor bot man eine auf 159 kW gesteigerte Variante an. Dadurch kamen 1978 zahlreiche Sonderaufträge ins Haus.

Seit 1979 bietet das Unternehmen auf abgesperrten Strecken auch Fahrtrainings an. 1981 wurde Ruf vom Kraftfahrt-Bundesamt offiziell als Automobilhersteller anerkannt.

Ab 1983 konnte man bei RUF seinen 911er auch zum BTR umrüsten lassen. Neben einem 3,4 Liter Turbo und 275 kW war er mit einem selbst entwickelten Fünfganggetriebe ausgestattet, in Zeiten, in denen es bei Porsche für das hohe Drehmoment des Turbo nur vier Gänge gab. Die Leistung des RUF BTR wurde 1987 durch Einsatz der Motronic in der Leistungsstufe III auf 300 kW angehoben. In diesem Jahr wurde auch erstmals das von RUF eigenentwickelte Sechsganggetriebe verbaut, mit dem die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeug auf ca 330 km/h gesteigert werden konnte. Der Ladedruck des BTR-Motors konnte stufenlos von 0,6 bar bis 1 bar geregelt werden.

1987 folgte außerdem der Ruf CTR (auch Yellowbird genannt, engl. für „gelber Vogel“) mit BiTurbo, 345 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von 342 km/h – zu jener Zeit weltweit das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug. Sein Nachfolger erschien 1996 als CTR2, hier schon mit 382 kW. Auch für die neueren Saugmotoren im Carrera waren diverse Leistungssteigerungen möglich. Ab 1999 fanden sich auch Umbauten und Leistungsbausätze für den Boxster im Programm.

Mitte 2002 zündete die Sportwagenschmiede mit 550 PS und 2003 mit 590 PS die nächsten Leistungsstufen des RUF R turbo. Im Jahr 2007 stellte RUF die Eigenentwicklung „CTR3“ vor. Dieser besitzt einen 515 kW starken BiTurbo-Motor und erreicht über 370 km/h.[1] Seit April 2007 gibt es in Bahrain eine Autoproduktion von Ruf Automobile.[2]

Im Oktober 2008 stellte RUF den ersten elektrisch angetriebenen Sportwagen aus Deutschland vor, den eRUF. Im März 2009 präsentierte RUF auf dem Genfer Automobilsalon einen weiteren spektakulären Prototyp. Dieser Prototyp entstand in Zusammenarbeit mit der Siemens AG. Die Leistung liegt bei 270 KW (367 PS) und bietet über 900 Nm Drehmoment.[3]

Im Juli 2009 ist der neue Rt 12S erschienen. Zwei Jahre später auf dem Genfer Automobilsalon (2011 03. – 13. März) präsentierte RUF den Rt 12 R. Der Biturbo-Boxermotor mit 3,8 l Hubraum leistet 537 kW (730 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 940 Nm. Seit August 2009 hat RUF auch mit der Diesel-Power begonnen.

Vor 35 Jahren verfeinerte RUF den ersten 911 Turbo. Nun nach 35 Jahren Erfahrung mit turbogeladenen Motoren stellt RUF den neuen Rt-35 Anniversary vor. Ein Doppelkupplungsgetriebe ermöglicht es herausragende Fahrleistungen zu erhalten. Der Sportwagen hat eine maximale Leistung von 630 PS und ein maximales Drehmoment von 825 Nm.

RUF machte sich nicht nur als Hersteller von Sportwagen einen Namen, sondern auch durch die Veredelung und Restaurierung klassischer RUF- und Porsche-Fahrzeuge.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ruf_Automobile

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