Ratgeber: Stoßdämpfer – die schleichende Gefahr

Foto: Auto-Medienportal.Net/Monroe

ampnet – 14. September 2013. Weil sie im Verborgenen arbeiten, werden sie gerne vernachlässigt. Dabei spielen Stoßdämpfer eine entscheidende Rolle, wenn es um den sicheren Fahrbahnkontakt geht. Als Verschleißteile sollten sie regelmäßig überprüft werden, gerade zum Beispiel auch, wenn das Auto im Urlaub genutzt und dabei schwer beladen oder über viele schlechte Straßen gefahren wurde. Bei Fahrzeugen, die im Alltag meist leer unterwegs sind, kann schwere Beladung die Dichtungen der Stoßdämpfer beschädigen.

Sind die Stoßdämpfer defekt, erhöht sich das Unfallrisiko drastisch. „Bei Kurvenfahrten oder Ausweichmanövern bricht das Fahrzeug erheblich eher aus. Der Bremsweg verlängert sich etwa ab Tempo 80 um zwei bis drei Meter, und der gefürchtete Aquaplaning-Effekt setzt viel früher ein“, sagt TÜV-Rheinland-Experte Hans-Ulrich Sander. Außerdem verschleißen die Reifen schneller. Auch die Funktionsfähigkeit elektronischer Fahrwerkskomponenten wie Antiblockiersystem, Antischlupfregelung und elektronische Stabilitätskontrolle wird durch mangelhafte Dämpfer stark beeinträchtigt. Die besondere Problematik: Der Wirkungsverlust der Dämpfer ist ein schleichender Prozess, der Fahrer gewöhnt sich an das weichere Fahrverhalten seines Autos, bis es irgendwann einmal zu spät ist. Dann fehlen plötzlich die entscheidenden Meter bei einer Notbremsung.
Stoßdämpfer haben eine Lebensdauer von 60 000 bis 80 000 Kilometern. Alle 20 000 bis 30 000 Kilometer sollten sie kontrolliert werden, rät TÜV Rheinland.

Bei TÜV Rheinland beispielsweise kostet ein Stoßdämpfertest 9,90 Euro. Der Check dauert nur ein paar Minuten, und der Kunde erhält sofort einen Ausdruck des Messergebnisses. (ampnet/jrI)

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