Porsche Panamera für die Steckdose

Porsche Panamera für die Steckdose

Foto: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

 

Nicht nur beim Supersportler 918 Spyder setzt Porsche auf Plug-in Hybridtechnik. Auch der Panamera S E- Hybrid, die nächste Generation des Hybrid-Panamera, lässt sich nicht nur an der Steckdose laden, ersetzt die Hybridtechnologie auch effektiver ein.

Neu bei dem Plug-in-Hybriden ist unter anderem die Möglichkeit, während der Fahrt die neue Lithium-Ionen-Batterie zu laden (E-Charge-Modus), um bei einer anschließenden Stadtfahrt rein elektrisch unterwegs sein zu können. Neben spritsparender Hybridnutzung erlaubt der im Vergleich zum Vorgänger doppelt so starke E-Motor auch Boosts bis zu Höchstgeschwindigkeit. Profis be­wegen das Teil bevorzugt im Race- Programm. Hier sind alle Be­wegungsabläufe noch extremer: Schaltzeit 50 ms, bis zu 30 Sekun­den volles Boost-Programm, ange­hobenes Drehzahlniveau, abge­senkte ESP-Schwelle, Heckspoiler in Landeanflug-Position, Luftein­lassschlitze im Bug weit offen. So produziert der 918 mehr als doppelt so viel Abtrieb wie der GT3RS 4.0 – und die Grenze zwischen Carven und Süden wird zum schmalen Grat. ESP lässt sich separat oder zu­sammen mit der Traktionskontrol­le abschalten. Aber da sollte man schon genau wissen, was man tut.

 

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Porsche Panamera S E-Hybrid. Foto: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

 

Der Panamera S E-Hybrid ist der weltweit erste Plug-in-Hybrid in der Luxusklasse. Seine Eckdaten: 306 kW / 416 PS Systemleistung, eine Beschleunigung in 5,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und 270 km/h Höchstgeschwindigkeit sowie ein Normverbrauch von 3,1 Litern auf 100 Kilometer. Der CO2-Ausstoß liegt bei 71 Gramm pro Kilometer. Die elektrische Reichweite des Panamera S E-Hybrid wurde im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) mit 36 Kilometern ermittelt und die elektrische Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h. Als zweite Weltpremiere präsentierte Porsche-Vorstandschef Matthias Müller die Executive-Modelle des Panamera mit 15 Zentimeter längerem Radstand und entsprechend vergrößertem Fußraum hinter den Vordersitzen. Panamera 4S Executive und Panamera Turbo Executive bieten eine sehr umfangreiche Ausstattung und serienmäßig Luftfederung.

 

Porsche Panamera. Foto: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

Porsche Panamera S E-Hybrid. Foto: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

 

Dass Porsche die Systemleistung des 918 Spyder vier Monate vor Se- rienanlaufvon 795 auf 887 PS ange­hoben hat, zeigt, dass man bereit ist für den großen Dreikampf mit La- Ferrari und McLaren PI. Die aktu­ellen Daten untermauern diesen Optimismus: 0-100 km/h in 2,8 Se­kunden, 0-200 km/h in 7,9 Sekun­den, 0-300 km/h in 23,0 Sekunden, Spitze über 340 km/h, zwischen 800 und 5000/min durchgängig mehr als 800 Newtonmeter Dreh­moment, Verbrauch 3,3 1/100 km. Doch diese Verbrauchsangabe ist das Resultat des realitätsfremden europäischen Fahrzyklus NEFZ, in dem Hybridautos mit voller Batte­rie antreten – ohne Berücksichti­gung der zum Laden benötigten Energie. In der Praxis braucht ein brav gefahrener 918 rund acht Liter, bei sportlicher Fahrweise etwa elf Liter, unter Bleifuß auch schon mal 14 Liter. Das ist mehr als okay und liegt bis zu zehn Liter unter den Werten eines Carrera GT.

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