BMW Motorrad GoldBet SBK Team – WSBK – Istanbul – Rennen

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  • Wetter: Sonnig.
  • Temperatur: Luft: 24 °C, Strecke: 32 – 40 °C
  • Teilnehmende Fahrer: 16/15 von 12 Teams
  • Schnellste Runde Rennen 1: Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) 1:55.673 min (Rd. 2)
  • Schnellste Runde Rennen 2: Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) 1:55.768 min (Rd. 3)

 

 

Das BMW Motorrad GoldBet SBK Team ist bei der Türkei-Premiere der FIM Superbike-Weltmeisterschaft auf das Podium gefahren. Werksfahrer Marco Melandri (ITA) wurde mit seiner BMW S 1000 RR im ersten Rennen im „Intercity Istanbul Park“ Zweiter. In Lauf zwei belegte er Rang vier. Sein Teamkollege Chaz Davies (GBR) hatte im ersten Rennen Schwierigkeiten und wurde Achter. In Lauf zwei lief es besser für Chaz, und er kam als Sechster ins Ziel. Nach 11 Runden der Saison 2013 ist Marco mit 290 Punkten Vierter der Fahrerwertung. Sein Rückstand auf die Spitze beträgt 33 Zähler. Chaz folgt dahinter als Fünfter mit 239 Punkten. In der Herstellerwertung ist BMW aktuell Dritter mit 354 Zählern. Der Sieg ging heute in beiden Rennen an Eugene Laverty (IRL).

 

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Beim Start des ersten Rennens machten beide BMW Werksfahrer Positionen gut. Marco verbesserte sich von Platz sieben auf Rang fünf, Chaz von Platz acht auf Rang sechs. Nach der ersten Runde war Marco Vierter, Chaz belegte Platz sieben. In der Anfangsphase des Rennens wuchs Marcos Rückstand auf das Führungstrio etwas an, doch ab Rennmitte startete er seine Aufholjagd. Mit jeder Runde rückte er näher an die Top 3 heran. In Runde 14 überholte er Sylvain Guintoli (FRA) und übernahm Rang drei, eingangs Runde 16 ging er an Tom Sykes (GBR) vorbei und war Zweiter. Danach versuchte er, die Lücke auf den Führenden Laverty zu schließen, doch der Vorsprung des Iren war zu groß, um ihn in den verbleibenden Runden noch einzuholen. Marco fuhr mit seiner RR als Zweiter hinter Laverty auf das Podium. Chaz kämpfte unterdessen in einer Vierergruppe und lag zwischenzeitlich auf dem fünften Rang. Doch er klagte über mangelnden Grip und konnte diese Position nicht halten. Im Verlauf des Rennens fiel er zurück und kam als Achter ins Ziel.

 

In Lauf zwei lag Marco nach der ersten Runde auf Rang sechs, Chaz war Siebter. In der Anfangsphase des Rennens waren die beiden in mehrere Positionskämpfe involviert und machten weitere Plätze gut. Nach sechs Runden war Marco Vierter, Chaz belegte Rang sechs. Doch dieses Mal gelang es Marco nicht, die Lücke nach vorn zu schließen, sein Rückstand auf die Spitze wurde im Verlauf des Rennens größer. Am Ende fuhr er ein einsames Rennen und am auf Rang vier ins Ziel. Chaz hatte dieses Mal ein besseres Gefühl auf seiner RR. In Runde 16 verbesserte er sich auf den fünften Platz. Im finalen Umlauf verlor er jedoch noch einmal eine Position, und er beendete das Rennen als Sechster.

 

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Marco Melandri:
Rennen 1: 2., Abstand zu P1: 0:02.009 min / Schnellste Rennrunde: 1:56.102 min (Rd. 8)

Rennen 2: 4., Abstand zu P1: 0:10.860 min / Schnellste Rennrunde: 1:56.265 min (Rd. 4)

 

 

„In Lauf eins habe ich in den ersten Runden viel Zeit verloren. Mit einem frischen Reifen ist unser Bike immer etwas nervös. In der ersten Runde musste ich auf der Gerade vom Gas gehen, weil das Motorrad zu unruhig war. Doch nach zehn Runden war das Bike leichter geworden, weil weniger Benzin im Tank war. Dadurch war es einfacher zu fahren. Zu diesem Zeitpunkt war ich recht schnell unterwegs und ich habe die Führungsgruppe eingeholt. Doch als ich an Tom vorbei war, war Eugene schon zu weit weg. Doch auch Platz zwei war für mich ein sehr gutes Ergebnis.

 

Nach dem ersten Rennen haben wir ein paar Einstellungen am Bike geändert. Doch der Grip ließ nach, wahrscheinlich wegen der höheren Streckentemperatur. Wir haben versucht, die Balance des Bikes mit ein paar Änderungen am Heck zu verbessern, aber die Folge war, dass ich nun mit der Front zu kämpfen hatte. Ich konnte nicht mehr schnell in die Kurven fahren und hatte Schwierigkeiten beim Bremsen. Am Ende konnte ich nicht das gleiche Ergebnis holen wie im ersten Rennen. Wir haben noch drei Rennwochenenden vor uns, und auch, wenn es nicht einfach wird, gebe ich den Glauben nicht auf. Ich möchte kämpfen und in jedem Rennen mein Bestes geben.“

 

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Chaz Davies:
Rennen 1: 8., Abstand zu P1: 0:21.491 min / Schnellste Rennrunde: 1:56.082 min (Rd. 2)

Rennen 2: 6., Abstand zu P1: 0:12.396 min / Schnellste Rennrunde: 1:56.354 min (Rd. 2)

„Nachdem wir gestern kaum fahren konnten, hatten wir heute einen schwierigen Tag. Es ist uns in der wenigen verfügbaren Zeit nicht gelungen, eine gute Abstimmung zu finden. Ich hatte weder vorne noch hinten Haftung, und ich hatte mit der Stabilität und der Balance des Bikes zu kämpfen. Mit Rennen eins war ich nicht zufrieden. Nach dem Warmup hatten wir die Balance des Bikes ein klein wenig geändert und damit versucht, die Hinterradhaftung zu verbessern. Aber dadurch wurde nur die Front schlechter. Es war so einfach, die Kontrolle über das Vorderrad zu verlieren. Ich glaube, es ist mir während des Rennens zehn bis 15 Mal weggerutscht. Ich konnte nicht schnell in die Kurven fahren. Jedes Mal, wenn ich versucht habe, in Schräglage die Vorderradbremse zu benutzen, habe ich die Front verloren. Dazu hat es mir auch noch am Hinterrad an Grip gefehlt. Ich konnte nicht mehr herausholen, und das war sehr frustrierend.

 

Mit dem zweiten Rennen war ich wesentlich zufriedener. Das lief es definitiv besser. Mein Rückstand auf die Spitze war nur noch halb so groß wie in Lauf eins, aber am Ende hat es nicht gereicht. Wir haben wirklich einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, konnten aber die Schwierigkeiten aus dem ersten Lauf nicht ganz beheben. Ich denke, ein drittes Rennen wäre uns heute entgegengekommen. Ich bin nicht sicher, ob ich dann mit um das Podium gekämpft hätte, aber wir hätten uns sicher weiter gesteigert und wären noch näher an die Spitze herangekommen.“

 

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Andrea Buzzoni (Leiter BMW Motorrad WSBK):
„Die heutigen Ergebnisse entsprechen nicht dem, was wir uns erwartet hatten. Marco ist in Lauf eins ein sehr kluges Rennen gefahren. Zunächst war er noch etwas langsamer als die Führungsgruppe. Dann ist er einen schnelleren Rhythmus gefahren, hat die Lücke nach vorn geschlossen und kam als Zweiter ins Ziel. Vielleicht wäre er Erster geworden, wenn das Rennen noch zwei Runden länger gedauert hätte. Dieses Ergebnis hat ihn näher an die Spitze der Fahrerwertung herangebracht. Aber im Gegensatz dazu hat im zweiten Rennen etwas nicht mehr so funktioniert wie zuvor, und er konnte dieses Ergebnis nicht wiederholen. Am Ende ist sein Rückstand auf die Spitze der Gesamtwertung etwas größer geworden. Doch in Bezug auf die Meisterschaft hat das keine allzu großen Auswirkungen auf uns: Wir haben noch Chancen und müssen konzentriert bleiben. Chaz konnte an diesem Wochenende nicht die richtige Balance finden, und sein Bike hatte nicht die Performance, die wir uns alle erwartet hatten. Leider musste er Schadensbegrenzung betreiben. In der Fahrerwertung ist sein Rückstand größer geworden, aber er kann sich immer noch zurückkämpfen. Nun reisen wir nach Laguna Seca. Dort haben wir gute Voraussetzungen, um ein starkes Ergebnis zu holen. Unsere Fahrer mögen die Strecke, und beide kennen sie sehr gut, da sie dort schon oft gefahren sind. Zudem kommt der Kurs den Eigenschaften unserer RR entgegen. Dort müssen wir ein Topergebnis holen, um weiter mit um den Titel zu kämpfen.“

 

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Andrea Dosoli (Technischer Direktor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):

„Gratulation an Marco zum Podium im ersten Rennen. Er hat hier in Istanbul erneut eine starke Performance gezeigt, auf einer Strecke, auf der er bereits in der Vergangenheit erfolgreich war. Doch insgesamt müssen wir sagen, dass unsere Mitbewerber heute einen besseren Job gemacht haben als wir. Auch wenn Marco im ersten Lauf das Maximum aus dem Paket herausholen konnte, hatte er in Rennen zwei Schwierigkeiten. Sobald die Streckentemperaturen stiegen, fehlte es ihm an Grip und er hatte mit der Stabilität des Bikes zu kämpfen. Chaz hatte im ersten Rennen Schwierigkeiten. Er fühlte sich auf dem Bike nicht richtig wohl. Leider hatte die mangelnde Trainingszeit dazu geführt, dass die Abstimmung im ersten Lauf nicht perfekt war. Seine Crew hat das Bike zum zweiten Rennen hin verbessert, aber es hat nicht gereicht. Die Bereiche, an denen wir hauptsächlich arbeiten müssen, sind Grip und Stabilität. Unser Ziel ist, das für die nächste Runde in Laguna Seca zu verbessern. Wir müssen weiter hart arbeiten, um uns bestmöglich auf die kommenden Rennen vorzubereiten. Die Meisterschaft ist immer noch offen.“

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